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Da röhrt der Hirsch

Die Classic Days Schloss Dyck im Rhein­land vor den Toren von Düsseldorf werden oft als das „deutsche Goodwood“ be­zeichnet. Allerdings dient in Dyck ein Schloss als Kulisse für den glanzvollen Auftritt der edlen Oldtimer statt des pom- pösen, aber nicht minder eleganten Herrenhauses des Earl of March. Und während die Helden des Motorsports mit ihren betagten Rennern in Good­wood über eine Bergrennstrecke ‚gen Ziel fahren, steht in Dyck ein Rundkurs über abgesperrte Straßen zur Verfügung. Was beide Events gemeinsam haben, ist das einzigartige Flair und eine Einladung zu einer Zeit­reise in eine automobile Epoche, die Chronisten heu­te die heroische nennen – nicht nur im Sinne des Motorsports. 2016 jährte sich das bunte Treiben der Classic Days zum elften Mal mit zahlreichen Neuerun­gen. Besondere Aufmerksamkeit erregte dabei die Autostadt aus Wolfsburg.

Mit .Tue Spirit of Jägermeister Racing• präsentierte die Autostadt das RRöhren der Hirsche•. „Stag-Power 12· nennen es die eingefleischten Motorsportfans. Dahinter verbirgt sich ein Kult des Motorsports. In den wilden 1970er und 1980er Jahren sorgten unter ande­rem Rennautos in der Formel 1 und aus den Häusern BMW und Porsche mit dem Jägermeister-Hirsch als Logo auf der Haube für Furore auf den Rennstrecken dieser Welt. Die Boliden, gesponsert vom Likörherstel­ler aus Wotfenbüttel, waren in jenen Tagen allgegen­wärtig.
Pilotiert wurden die Renner in Dyck unter anderem von Le Mans-Siegem wie Hans-Joachim Stuck und Derek Bell. Aber auch Rallye-Ikone Wahher Röhrl griff ins Volant eines Porsche 935/RSR im Jägermeister-Dress. Basis dieses Rennsportwagens ist ein Porsche Carre­ra RSR von 1974. Diese Porsdle-Modelle galten 1974 und 1975 als Gran-Turismo-Wagen (GD. Mit der Ein­führung einer neuen Kategorie, der sogenannten Gruppe 5, wurden zahlreiche GT-Modelle weiter umgebaut. Die Gruppe 5 vertangte als Basis zwar einen Serien­wagen. Es waren jedoch lediglich dessen Silhouette und einige technische Eckdaten flxiert, ansonsten be­herbergten die .Silhouette-Gars· reinste Rennwagen­technik.

Der berühmteste Wagen dieser Epoche war der Por­sche 935 Turbo, der – auf dem 911 basierend – in seiner Spitzenversion (zum Beispiel als Kremer-K3) über 700 PS mobilisierte.

Erfolgreich bei Bergrennen

,Manche Gruppe-5-Renner – wie der Jägermeisterwa­gen – wurden optisch dem 935 angeglichen. Durch eine 935-Frontpartie und den 935-Heckflügel. Der RSR behielt aber seinen Saugmotor …

Lesen Sie mehr im Magazin „Gute Fahrt“ der Ausgabe 11/2016.

Fotos: Bildagentur Kraeling
Fotos in der Ausgabe: Autostadt / Leitzke
Text: Tim Westermann

Quelle: www.gute-fahrt.de

 

2018-02-07T13:39:08+00:00 22.Dezember 2016|